11. Jun, 2016

Stolz und Vorurteil

Heute möchte ich euch mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen! Stolz und Vorurteil von Jane Austen aus dem Jahr 1813 ist einer der schönsten Liebesromane und der mit Abstand bekannteste Roman dieser Autorin. Ich werde allerdings noch weitere Bücher von ihr vorstellen, da sich diese Bücher wunderschön und sehr flüssig lesen! Es handelt sich um einen Entwicklungsroman, der Fokus liegt dabei auf der psychischen und sozialen Entwicklung der Protagonisten und wird von diesen immer wieder reflektiert. Der Leser ist hautnah dabei, wenn Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy so einige Krisen erleben (an denen in den meisten Fällen der anfangs fragwürdige Charakter des Letzteren Schuld hat!) um daraus ihre Lehren zu ziehen und doch noch zueinander zu finden! Ich liebe es, wenn so ein schöner Roman ein Happy End hat!

Im Großen und Ganzen liegt der Augenmerk auf der Familie Bennet mit ihren fünf Töchtern, von denen drei im Laufe der Geschichte verheiratet werden. Doch bevor es ein gutes Ende geben kann, werden den Bennettöchtern durch so einige Missverständnisse und Intrigen, Steine in den Weg gelegt, dies führt auch zu dem Titel Stolz und Vorurteil.

Ich möchte inhaltlich nicht zu viel Voraus nehmen, der Roman ist wirklich komplex und trotz des auktorialen Erzählstils, der heutzutage in der Literatur nicht unbedingt üblich ist, habe ich das Buch in gerade mal zwei Tagen durchgelesen. Ich denke der Inhalt spricht vor allem Frauen an, da es weitestgehend eine Liebesgeschichte ist. Für die damaligen Verhältnisse zur Zeit der Veröffentlichung spielte das Heiratsthema auch eine gesellschaftliche, sehr nüchterne Rolle. Die soziale Absicherung der Frau hatte einen anderen Stellenwert, als wir es heute kennen, da es sich in Austens Roman bei dem Grundbesitz der Familie Bennet um ein Familienfideikommiss (ja das schreibt man wirklich so!) handelt. Das heißt, dass im Falle von Mr. Bennets Ableben nicht seine Frau oder gar seine Töchter den Grundbesitz erben können, sondern der nächste männliche Verwandte. Ziemlich ungerecht, wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet, allerdings gab es einen (halbwegs) vernünftigen Grund! Auf diesem Weg wurde sicher gestellt, dass Haus und Hof weiterhin in Hand der Familie bleiben, da es zu dieser Zeit üblich war, dass nur die Männer ihren Namen weiter gaben und ihre Linie somit erhalten konnten. Für die Bennets bedeute dies natürlich, dass sie ihre heiratsfähigen Töchter möglichst schnell und möglichst wohlhabend verheiraten wollten! Ob es allen Töchtern gelingt einen passenden Ehemann zu finden, lasse ich euch selbst heraus finden!

Ich hoffe, dass ich euch ein wenig neugierig machen konnte und wünsche euch viel Spaß beim selber lesen!