13. Jul, 2016

Leben mit Schutzhund

Dieses Jahr im Frühling hat sich unsere Familie um ein neues Mitglied vergrößert! Durch einen Zufall kam Malinoisrüde Bonzo zu uns, da sein altes Herrchen leider zu krank war um sich noch um ihn zu kümmern. Diese Hunderasse wird im allgemeinen sehr gern als Diensthund bei Polizei, Bundeswehr etc. eingesetzt, da sie besonders aktiv und immer einsatzbereit sind, weder Angst noch übermäßige Aggressivität kennen. Die Ausbildung zum Schutzhund hatte damals schon begonnen und man merkte deutlich wie gut der Charakter und auch die Fähigkeiten von Bonzo ausgebildet waren. Neben dem obligatorischen Beißarmtraining, war es Bonzo auch möglich durch den Geruch versteckte Gegenstände oder Personen sofort zu finden. Neben seinen scharfen Sinnen hat Bonzo jedoch auch einen sehr ausgeprägten Spiel- und Bewegungsdrang. Einmal am Tag eine Runde Gassi gehen reicht da einfach nicht! Eine zweistündige Fahrradtour kriegt ihn dann aber doch annähernd kaputt und dann ist erstmal Fellpflege und Schmusestunde angesagt. Seit Ende Mai verliert er nämlich sein Winterfell und tut es immernoch! Aus den ausgebürsteten Fellbüscheln hätte ich gut und gerne noch zwei weitere Hunde basteln können! Natürlich hat Bonzo sich auf ein Herrchen geprägt und das ist in unserem Fall Norman. Kein gutes Zureden, kein Leckerlie konnte mir helfen, dass er meine Anweisungen genau so präzise und schnell ausführt, wie die welche Norman ihm gab. Allerdings war es auch irgendwie natürlich, dass er sich eher auf einen Mann prägte, da er ja bisher auch nur ein Herrchen kannte und wahre Liebe gibt's ja sowieso nur unter Männern... Was ich persönlich besonders lustig finde, sind Bonzos kleine Macken. Denn obwohl er sonst wirklich furchtlos ist und sich immer vor sein Herrchen stellt, hat er eine unerklärliche Angst vor kleinen Ponys. Ich weiß nicht genau woher diese Phobie rührt, aber immer wenn wir mit ihm an einer Weide vorbei gehen und ein Pferdchen neugierig den Kopf über das Gatter streckt, versteckt Bonzo sich hinter unseren Beinen und versucht möglichst schnell und möglichst weit weg zu kommen. Wenn das Pony dann auch noch mit den Hufen scharrt oder wiehert ist es ganz vorbei, die weit aufgerissenen Augen zeugen von purer Angst, obwohl die kleinen Pferde kaum größer sind als er selbst. Alles in allem sind wir froh darüber, die Entscheidung getroffen zu haben, Bonzo zu uns zu holen und wir werden weiterhin an seiner Ausbildung arbeiten um seine Fähigkeiten optimal auszubilden!