25. Sep, 2016

Von Southampton bis nach Amsterdam - Unser Flitterwochenabenteuer!

Wie es sich für richtige Küstenkinder gehört, verbrachten wir unsere Flitterwochen auf der Aidaprima und bereisten einige der schönsten Metropolen Europas. Am 10.09. checkten wir ein und ich muss sagen, das Schiff ist wirklich überwältigend groß! 18 Decks, über 12.000 m² Segelfläche und viel zu entdecken! Ich fange mit unserer Kabine an. Da wir den Premiumtarif hatten, gab es nichts zu meckern. Die Kabine war im Gegensatz zu den Innenkabinen groß und wir hatten einen wunderbaren Ausblick auf das Meer. Es war sehr ansprechend eingerichtet, begehbarer Kleiderschrank inklusive! Obwohl die Kabine wirklich hübsch anzusehen war, verbrachten wir die meiste Zeit natürlich damit, das restliche Schiff zu erkunden. In den einzelnen Buffetrestaurants gab es wirklich tolles Essen, die Cocktails (für mich nur alkoholfrei) waren ausgesprochen lecker und in den Shops gab es auch das ein oder andere Andenken für uns an die Reise!

Am Sonntag verbrachten wir einen komplette Tag auf See, das Unterhaltungsprogramm an Bord ließ keine Langeweile zu. Im Theatrium wurden Shows aufgeführt und Abends im Nightfly Club konnte man sich Burlesqueshows ansehen, wenn man keine Lust auf normale Disco hatte. Der Montag war da schon etwas aufregender, um 9 Uhr legten wir im Hafen von Southampton an und Norman und ich gingen direkt von Bord und erkundeten das kleine, englische Hafenstädtchen in dem meine Lieblingsautorin Jane Austen gelebt hat! Bis zum Abend hatten wir so viel gesehen und natürlich auch geshoppt, dass wir sehr froh waren wieder an Bord im Bella Donna Restaurant sitzen zu können. Mein Highlight in den Restaurants waren die Desserts, von Cremes über Eis und Kuchen gab es auch kunstvoll geschnitzte Wassermelonen! Gegen Abend ging es dann noch ins D6, eine kleine Discothek vor der ein Currywurststand aufgebaut war, bei dem man bis 2 Uhr nachts so viel Currywurst essen konnte wie man wollte (für mich ein absoluter Traum).

Der Dienstag startete um 10 Uhr in Le Havre, Frankreich. Wir gingen von Bord und schauten uns erstmal den französischen Strand an, der wirklich sehr schön war. Leider war es ziemlich steinig dort, sodass sich unser Aufenthalt am Strand nur auf eine halbe Stunde beschränkte. Wir gingen erstmal zur nächsten Patisserie, wo es köstliche Macarons gab und wir den Ausblick über die Hafenstaft genoßen. Eins meiner persönlichen Highlights war die Kirche St. Vincent. Es war nur eine kleine, alte Kirche aber sie vermittelte diesen gewissen Charme, den mittelalterliche Kirchen so an sich haben. Die größte Kirche der Stadt, welche in den 1950er Jahren erbaut wurde, St. Joseph, ragte wie ein steifer Betonklotz aus der Stadt und sah so gar nicht nach einem Gotteshaus aus, viel eher nach einem Gefängnis. Danach führte unser Weg uns zu den Docks, dort konnte man wunderbar shoppen. Ein riesiges Hafenlager war zu einem Shoppingparadies umfunktioniert worden und mich hielt es ganz besonders in einer süßen Kinderboutique namens Le Grande Récré und obwohl Norman und ich aus dem Spielzeugalter bereits herausgewachsen sind, kam ich nicht umhin die ein oder andere Kleinigkeit mitzunehmen, schließlich wird ja immer irgendwo ein Kind geboren. Den Abend ließen wir dann im French Kiss auf der Aida ausklingen, dem französischen á la carte Restaurant bei einem Gläschen Champagner und französischen Spezialitäten.

Der Tag in Brüssel verlief eher entspannt, wir schauten uns die eindrucksvollen Gebäude an und sahen auch die Altstadt, von der ich gar nicht erwartet hatte, dass sie doch so schön ist! Ich habe mir darunter immer eine reine Business-Stadt vorgestellt, doch Brüssel hat wirklich so einige schöne Seiten zu bieten!

Am Donnerstag legten wir ins Rotterdam an der Erasmusbrücke an, man kam sich vor als wäre man mitten in der Stadt, wenn man vom Balkon schaute! Rotterdam hat mich neben Le Havre am meisten beeindruckt! Die Stadt pulsierte und es gab so viel zu erleben! Am Abend machten wir noch eine Tour durch Amsterdam, was ich nur jedem empfehle, der sich mal dort in der Nähe befindet! Wir probierten verschiedene Spezialitäten, von Käse bis hin zu kleinen Naschereien war alles vertreten. Zurück auf dem Schiff ließen wir den Abend im Bordcasino ausklingen und Norman hatte ein ganz gutes Händchen am Roulettetisch.

Freitag um 8 Uhr legten wir ab und machten uns von Rotterdam zurück auf den Weg nach Hamburg. Der letzte Tag auf dem Schiff war geprägt von Musicalshows an Bord, einem Shoppingtrip auf dem Schiff, wobei Norman mir im Juwellier einen wunderbaren, neuen Pandoraanhänger für mein Armband kaufte. Die Woche ging viel zu schnell vorbei und es wird bestimmt nicht unsere letzte Kreuzfahrt gewesen sein! Es waren wirklich rundum perfekte Flitterwochen, die wir sehr genoßen haben. Jetzt sind wir bestens gewappnet für den Alltag als Ehepaar, der auch nicht wirklich anders ist als der Alltag den wir davor erlebt haben. In dieser Sache waren wir uns einig, durch eine Ehe soll sich nichts verbessern oder ändern. Wir waren vorher schon glücklich und haben unsere Liebe damit gekrönt, dass wir nun den gleichen Namen tragen und auch zukünftig alles gemeinsam erleben wollen und darauf freue ich mich ganz besonders!