9. Okt, 2016

Bitte nicht noch ein Mamablog...

...oder auch: Wer liest eigentlich meinen Blog? Und warum?

 

Als Bloggerin weiß ich nie, wer denn so meinen Blog mitliest. Wer hat ihn vielleicht sogar unter seinen Favoriten abgespeichert? Die beste Freundin? Meine Eltern? Meine ehemaligen Lehrer (Nein bitte, ich hoffe nicht, dass Frau Zapnik meine Buchrezensionen liest, dann wird sie denken "Warum habe ich ihr überhaupt Grammatik beigebracht und sie Goethes "Faust" lesen lassen, wenn sie immernoch diese Schundromane liest?) Ich weiß nicht wer den Blog liest, doch ich ahne es! Manchmal erfahre ich es sogar, wenn mich eine nette Verkäuferin im Rossmann anspricht und meinen letzten Post lobt. Mein Mann ist mein größter Kritiker. Er scheltet mich, wenn ich mal wieder zu viel Privates preisgebe (und das ist auch richtig so, denn manchmal verliere ich die Grenzen aus den Augen) und er lobt mich, wenn ihm mein neues Gedicht gefallen hat. Er ist mein Berater, mein Kritiker und mein größter Fan. Ohne ihn würde ich mich vieles nicht trauen! Nun mittlerweile weiß ich dank Google Analytics, dass der Blog einen größeren Anklang findet, als ich je zu hoffen gewagt hätte. Wie viele von euch meine Beiträge verfolgen und kommentieren, dass macht mein Bloggerherz sehr, sehr glücklich und auch wenn nicht jeder gut findet was ich mache, solang ich Spaß an der Sache habe, ist noch lange kein Ende in Sicht!

Natürlich gibt es auch Menschen, von denen ich mir wünsche, dass sie meinen Blog lesen. Beispielsweise meine Familie, aber auch Menschen die mich in Frage gestellt und kritisiert haben. Ich wünsche mir manchmal, dass diese Menschen erkennen, dass sie mich überhaupt nicht kennen, sich nie die Mühe gemacht haben mich kennen zu lernen. Ich bin sehr sensibel und ich spüre, wer ehrlich zu mir ist, wer mich mag und auch wer nur so tut. Ich habe es schon in der Schule nicht verstanden, warum manche Kinder augenscheinlich freundlich zu mir waren und meine Freundschaft ausnutzten und hintenrum schlecht von mir sprachen. Das zog sich so durch die Ausbildungszeit bis zur Gegenwart. Versteht mich nicht falsch, ich hatte eine schöne Kindheit und eine tolle Schulzeit, aber ich werde wohl nie aufhören zu bedauern, so viele unechte Freundschaften geführt zu haben.

Das schönste Gefühl ist es wirklich von anderen Menschen zu hören, dass sie meine Artikel lesen. Egal ob sie meine Meinung zu einem Thema teilen oder nicht, die Resonanz ist überwiegend positiv. Was meine Themen angeht, nunja, das Hochzeitsthema wird sich wohl nie ganz erledigt haben. Da ich bisher gute Erfahrungen mit der Hochzeitsplanung auch bei fremden Personen gemacht habe, werde ich das auch in Zukunft verfolgen und gegebenenfalls ausbauen!

Auch wurde ich des Öfteren gebeten über meine Erfahrungen im Einzelhandel zu bloggen, nur zu gern würde ich diesem Wunsch nachkommen, da manche Erlebnisse einfach so prägend sind, andererseits mag ich meinen Job wirklich gern und ich möchte die Grenzen nicht überschreiten und mich damit eventuell in Schwierigkeiten bringen! Vielleicht, wenn ich nicht mehr nebenberuflich im Einzelhandel arbeite, dann werde ich mal einen Blogpost mit ein paar tollen Anekdoten zum Besten geben, bis dahin müsst ihr euch mit meinen Alltagsgeschichten begnügen.

 

Seit der Hochzeit wird mir dauernd die Fragen gestellt: „Und bist du schon schwanger?“, als ob es ja die einzige logische Schlussfolgerung wäre. Ich bin noch mitten im Studium und ich genieße mein Leben sehr, so wie es jetzt gerade ist, alles andere wird sich mit Sicherheit ergeben.

„Wenn du schwanger bist, wirst du darüber schreiben?“

Darauf kann ich eine sehr klare Antwort geben. Nein. Einfach nur nein! Es wird nicht noch einen Mamablog geben, vor allem nicht, weil ich da einfach überhaupt nicht dran komme! Keine Ahnung woran das liegt, möglicherweise weil ich finde, dass das einfach (zumindest in meinem Fall) keinen etwas angeht. Keine Ankündigung, keine Ultraschallbilder auf denen man eh nix sieht, einfach mal gar nichts zu diesem Thema. Für Einige mag das wohl eine Enttäuschung sein, doch ich bin der Meinung es ist richtig so und ich möchte meinem Kind in 18 Jahren nicht erklären müssen, warum es da ein paar ganz zuckersüße Bilder im Netz gibt und Mama jedes Zipperlein bis ins Detail beschrieben hat. Tja, dann haben wir das auch geklärt!